Die Aktivitäten des Handwerker- und Gewerbevereins in seinen ersten Jahren
Prellereien fremder Arbeiter
Wohnungsprobleme
Brückengeld
Auswärtige Einkäufe
Verkehrsprobleme
In den Protokollen der Vereinsversammlungen und Kommissionssitzungen von 1897 und 1898 ist auch und sogar vorwiegend von Verkehrs- und Postproblemen sowie von der Entwicklung der Gemeinde Au seit 1866 die Rede, allerdings nicht von Problemlösungen. Die Frage einer rheintalischen Strassenbahn, die auch Au berühren sollte, stiess auf völliges Unverständnis und wurde nicht weiter verfolgt.
Grundsätzlich ist festzustellen, dass der HGV seine Tätigkeit 1894 mit viel Schwung und Idealismus begann, aber bald schon durch Uneinigkeit und fehlende Einsicht in die Zeitfragen gelähmt wurde. Gute Ideen, wie etwa die Anschaffung von Maschinen für die Handwerker oder die Erstellung einer vereinseigenen Mosterei, fanden so gut wie keine Unterstützung.
Noch einmal raffte sich die Kommission am 22. Mai 1900 zu einer Initiative auf: Es wurde von einer gewerblichen Fortbildungsschule gesprochen, die im Winter in vier bis sechs Stunden pro Woche junge Leute ab dem 20. Lebensjahr beruflich unterweisen sollte. Mitten in den Beratungen bricht das Protokoll ab; was an dieser Sitzung geschehen ist, kann man höchstens ahnen. Jedenfalls finden sich im Protokoll keine weiteren Eintragungen mehr.

